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Die erste Hürde ist genommen – deine Bewerbungsmappe hat überzeugt. Und mit etwas Training ist auch das Gespräch kein Problem mehr für dich.

Die Vorbereitung

Angst und Panik lassen sich am besten durch eine gute Vorbereitung vermeiden. Beschäftige dich vor dem Termin noch einmal intensiv mit dem Unternehmen. Welche Produkte oder Leistungen werden angeboten? Wie sieht die Zielsetzung des Betriebes aus? Frag’ Bekannte aus dem Unternehmen oder besuche die Firmenhomepage.

Ganz wichtig ist auch, dass du deine Bewerbungsunterlagen noch einmal liest – und dir deinen Lebenslauf genau einprägst. Denn oft möchten Personalchefs, dass man den Lebenslauf und die Motivation für den Job noch einmal mit eigenen Worten im Gespräch darstellt. Hier solltest du nicht ins Stocken geraten.

Es kommt übrigens gut an, wenn du selbst ein Exemplar deiner Bewerbungsmappe mit zum Vorstellungsgespräch nimmst. So kannst du mitblättern und weißt direkt, worauf die Personaler dich gerade ansprechen.

Zum Schluss kannst du dir noch ein paar Fragen zum Betrieb überlegen, die du selbst im Gespräch stellen willst. So erfährst du mehr über das Unternehmen und signalisierst gleichzeitig Interesse.

Dein Outfit

Wie schon beim Bewerbungsfoto sollte deine Kleidung der Stelle angemessen und nicht zu leger sein. Auf grelle Schminke, auffälligen Schmuck und extravagante Frisuren solltest du bei deinem Bewerbungsgespräch verzichten. Und denk auch an saubere Schuhe.

Dein Auftritt

Wer am Abend vor dem großen Tag früh ins Bett geht, ist nicht nur ausgeschlafen und fit, er verschläft auch nicht. Pünktlichkeit ist bei Vorstellungsgesprächen nämlich das A und O. Um nicht zu spät zu kommen, solltest du daher auch den Anfahrtsweg schon im Vorfeld genau kennen. Fahr früh genug los, dann erlebst du am wichtigen Tag keine bösen Überraschungen. Du kommst ruhig und entspannt an und schonst deine Nerven.

Deine Sprache

Während des Gesprächs solltest du dich gewählt, aber nicht gestelzt ausdrücken. Worte wie „geil“ oder „krass“ gehören hier nicht her. Ebenso wenig wie Kaugummis. Die machen zwar frischen Atem, doch Schmatzen und hektisches Kauen kommen sicher nicht gut an.

Guck die Leute an und sprich sie mit ihrem Namen an.

Haltung bewahren

Setz dich bequem hin – aber nicht zu lässig! Verschränkte Arme sind Tabu – sie signalisieren Ablehnung. So wirkst du schnell verschlossen, arrogant oder einfach unsympathisch. Lass die Arme am besten locker auf den Stuhllehnen. Durch eine leicht vorgebeugte Haltung zeigst du Interesse und Aufmerksamkeit. Ein Lächeln oder ein zustimmendes Nicken im richtigen Moment kann außerdem Offenheit oder Zustimmung signalisieren. Suche Blickkontakt zu deinem Gegenüber. Das erleichtert das Gespräch und gibt dir Sicherheit. Probier doch einfach mal vor dem Spiegel, welche Positionen bequem sind und wie sie wirken.

Bleib du selbst

Das Vorstellungsgespräch ist keine Prüfung. Wissen wird wirklich nur in den seltensten Fällen abgefragt. Der Arbeitgeber möchte sich vielmehr einen Eindruck von deiner Persönlichkeit machen. Versuche, mit etwas Witz und Charme das Eis zu brechen – ohne dabei respektlos zu wirken.

Und das Wichtigste – obwohl du auf so viele Dinge achten musst: Sei so natürlich wie möglich.

Achtung Falle

Es gibt auch ein paar „ungeschriebene Gesetze“, an die sich Bewerber immer halten sollten: Wirst Du zu alkoholischen Getränken eingeladen, dann lehn sie ab – und zwar freundlich, aber bestimmt. Und auch aufs Rauchen solltest du besser verzichten, selbst, wenn Dein Gegenüber es tut.

Diese Fragen kommen bestimmt

Bereite dich auf möglichst viele Fragen vor. Überleg dir was du antworten könntest und leg dir schon ein paar Formulierungen zurecht.

  • Bitte stellen Sie sich uns kurz vor.
  • Wieso haben Sie sich ausgerechnet für diesen Beruf entschieden?
  • Welche Erwartungen haben Sie an Ihre Ausbildung?
  • Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben?
  • Wo liegen Ihre Stärken und Schwächen?
  • Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
  • Weshalb sollten wir uns für Sie entscheiden?

Damit Du selbstbewusst auftrittst und sicher antwortest, empfiehlt es sich, das Gespräch mit Deinen Eltern oder Freunden vorher durchzuspielen.

Hast du noch Fragen?

In der Regel wirst auch Du während des Gesprächs Gelegenheit zum Fragen bekommen. Überleg Dir daher vorher schon einige Fragen. Durch sie signalisierst Du Interesse und Engagement. Zum Beispiel:

  • Wie viele Ausbildungsplätze stellen Sie zur Verfügung?
  • Wie läuft die Ausbildung praktisch bei Ihnen ab?
  • Wie ist der betriebliche und schulische Unterricht organisiert?
  • Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?
  • Welche sozialen Leistungen werden mir gewährt?
  • Wie sind die Chancen, nach der Ausbildung übernommen zu werden?
  • Bis wann werden Sie sich entscheiden?