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Keine Lehrstelle gefunden

Am Ende der Schulzeit ohne einen Ausbildungsplatz dazustehen ist heute leider keine Seltenheit mehr. Wenn auch du davon betroffen bist, stellen sich für dich jetzt zwei Fragen. Erstens: Woran liegt es, dass ich keinen Lehrvertrag habe? Und zweitens: Wie nutze ich das Jahr bis zur nächsten Bewerbungsrunde sinnvoll?

Forsche nach möglichen Gründen

Wer viele Bewerbungen geschrieben hat und immer nur Absagen bekommt, fängt leicht an, an sich zu zweifeln. Dabei handelt es sich manchmal auch einfach nur um Pech – oder aber auch um persönliche Gründe, über die du vielleicht noch gar nicht nachgedacht hast. Überleg noch einmal genau, ob du die folgenden Aussagen alle mit Ja bestätigen kannst:

  • Ich bin sicher, dass ich die nötigen Fähigkeiten und Voraussetzungen für meinen Wunschberuf mitbringe.
  • Ich kann spontan 3 Gründe aufzählen, warum ich diesen Beruf erlernen will und bin mir sicher, dass ich die richtige Wahl getroffen habe.
  • Ich habe meine Bewerbungsunterlagen mit einem Lehrer oder meinen Eltern besprochen. Die Unterlagen sind okay, auch fürs Auge.
  • Bei Vorstellungsgesprächen bin ich ausgeschlafen, aufmerksam, freundlich, interessiert und gut vorbereitet.
  • Ich habe nach den meisten Absagen mit den Personalchefs telefoniert. Sie hatten nie etwas an mir oder meiner Bewerbung auszusetzen gehabt.

Solltest Du eine der Fragen mit nein beantwortet haben, setz Dich doch noch einmal genauer mit dem Thema auseinander.

Befasse Dich mit Alternativen

Natürlich ist es doof, dass du dieses Mal keine Lehrstelle bekommen hast. Doch in dem Jahr, das vor dir liegt, kannst du einiges unternehmen, was dich deinem Berufsziel näher bringt. Jede Menge Zwischenlösungen stehen dir zur Verfügung.

  • Weiterbildung: Wie wäre es mit einer weiteren schulischen Qualifikation? du könntest das Fachabitur an einer Kollegschule machen oder mit den nötigen Qualifikationen für ein Studium beginnen. Oder vielleicht ist die Höhere Handelsschule etwas für dich. Wer später mit Computern arbeiten will, kann auch über einen EDV-Kurs nachdenken. Möglichkeiten gibt es viele. Du musst nur das Richtige für dich finden. Schau doch mal unter www.weiterbildung.de. Da werden viele verschiedene Möglichkeiten der Weiterbildung im gesamten Bundesgebiet vorgestellt.
  • Praktikum: Ein Praktikum bietet die Möglichkeit, praktische Erfahrungen für das Berufsleben zu sammeln. Es ist die ideale Gelegenheit, noch einmal zu checken, ob der gewünschte Traumberuf auch wirklich das ist, was man möchte. Und der Nachweis eines Praktikums in einer Bewerbungsmappe wird von vielen Arbeitgebern als eine gute zusätzliche Referenz betrachtet. Wer sich in seiner Praktikumszeit in einem Betrieb bewährt, bekommt häufig auch einen Ausbildungsplatz angeboten.
  • Sprachen lernen: Wer als Au-Pair im Ausland war, spricht die Fremdsprache hinterher meist fließend. Eine Qualifikation, die im Berufsleben immer wichtiger wird. Wenn du keine Lust hast, ein Jahr lang auf Kinder aufzupassen, dann denk doch mal über einen Sprachkurs nach. Ein paar Wochen in England oder Spanien zum Beispiel oder einfach in einer Sprachschule in deiner Nähe.
  • Auslandspraktikum: Wer ein Praktikum machen will, kann dies natürlich auch im Ausland tun. Ein Auslandspraktikum bietet die Gelegenheit, die Arbeitswelt auch einmal in anderen Ländern kennenzulernen. Auch das ist eine gute Referenz in jeder Bewerbungsmappe. Praktikumstellen im Ausland und nützliche Informationen findest du unter www.traineeship.de

Letzte Chance

Eine Möglichkeit, noch sehr spät einen Ausbildungsplatz zu bekommen, bieten so genannte Jugendberufshilfen. Die Organisationen gibt es in jeder Stadt. Sie bieten Jugendlichen, die keinen Ausbildungsplatz in einem Betrieb bekommen haben, die Chance, in Gruppen einen Beruf zu erlernen. Genau wie alle anderen Azubis gehen auch sie zur Berufsschule. Weitere Infos gibt es unter www.myspleens.de oder www.jbh.de.